Sensorik & MesstechnikGadgets & Smart DevicesGrundlagen & Glossar24.07.2026 10 Min. Lesezeit· Redaktion AI Sensor World

Gadgets mit Sensorik und AI: Wie Alltagsgeräte ihre Umgebung verstehen und intelligenter reagieren

Gadgets sind kompakte technische Geräte, die bestimmte Aufgaben vereinfachen, zusätzliche Informationen liefern oder neue digitale Funktionen in den Alltag bringen. Dazu gehören Smartwatches, Fitness-Tracker, kabellose Kopfhörer, smarte Ringe, Kameras, Haushaltsgeräte, Spielzeuge, Wearables und mobile Assistenzsysteme.

Viele moderne Gadgets kombinieren Sensoren mit künstlicher Intelligenz. Sensoren erfassen Bewegungen, Geräusche, Licht, Temperatur, Körperdaten oder die Position eines Geräts. AI-Modelle analysieren diese Informationen und leiten daraus Funktionen, Empfehlungen oder automatische Reaktionen ab.

Dadurch werden aus einfachen elektronischen Geräten zunehmend Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, Nutzungsmuster erkennen und sich an Menschen und Situationen anpassen.

Was ist ein Gadget?

Der Begriff Gadget bezeichnet meist ein kompaktes technisches Produkt mit einer speziellen oder besonders praktischen Funktion.

Typische Beispiele sind:

  • Smartwatches,

  • Fitness-Tracker,

  • smarte Ringe,

  • drahtlose Kopfhörer,

  • Action-Kameras,

  • E-Reader,

  • smarte Lautsprecher,

  • Tracking-Tags,

  • mobile Übersetzer,

  • intelligente Thermostate,

  • smarte Küchenhelfer,

  • elektronische Spielzeuge,

  • Gesundheits- und Wellnessgeräte.

Die Grenzen zu klassischen Elektronikprodukten sind fließend. Ein Gadget zeichnet sich häufig dadurch aus, dass es kompakt, vernetzt, leicht bedienbar und auf einen klaren Anwendungsfall ausgerichtet ist.

Warum sind Sensoren für Gadgets so wichtig?

Sensoren bilden die Verbindung zwischen dem Gerät und der realen Welt.

Ohne Sensoren könnte ein Gadget nur auf direkte Eingaben reagieren. Mit Sensoren kann es dagegen erkennen, was um das Gerät herum oder mit seinem Nutzer geschieht.

Ein Fitness-Tracker kann Bewegungen zählen. Ein Kopfhörer erkennt, ob er getragen wird. Eine Action-Kamera stabilisiert Bilder anhand von Bewegungsdaten. Ein smarter Ring misst Schlaf- und Aktivitätsmuster.

Typische Sensoren in Gadgets sind:

  • Beschleunigungssensoren,

  • Drehratensensoren,

  • optische Sensoren,

  • Mikrofone,

  • Temperatursensoren,

  • Drucksensoren,

  • Näherungssensoren,

  • Helligkeitssensoren,

  • Magnetometer,

  • Positionssensoren,

  • Herzfrequenzsensoren,

  • Hautleitfähigkeitssensoren,

  • Umgebungs- und Luftqualitätssensoren.

Je nach Gerät werden mehrere Sensoren miteinander kombiniert.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz?

Sensoren liefern zunächst nur Messwerte.

Eine Smartwatch erkennt beispielsweise Beschleunigungen, Pulsverläufe oder Temperaturänderungen. Erst durch Datenverarbeitung und AI entstehen daraus verständliche Informationen.

AI kann helfen:

  • Bewegungen zu klassifizieren,

  • Schlafphasen zu schätzen,

  • Geräusche zu erkennen,

  • Sprache zu verarbeiten,

  • Bilder zu verbessern,

  • ungewöhnliche Muster zu identifizieren,

  • Nutzergewohnheiten zu lernen,

  • automatische Einstellungen vorzunehmen,

  • Empfehlungen zu erzeugen.

Das Gerät reagiert dadurch nicht nur auf einen einzelnen Messwert, sondern bewertet Zusammenhänge.

Wie arbeiten Sensoren und AI zusammen?

Der grundlegende Ablauf ist bei vielen Gadgets ähnlich.

1. Sensoren erfassen Daten

Das Gerät misst Bewegung, Licht, Schall, Temperatur, Position oder biologische Signale.

2. Die Daten werden aufbereitet

Messwerte werden gefiltert, geglättet, synchronisiert oder zusammengefasst.

3. Ein Algorithmus oder AI-Modell analysiert die Daten

Das Modell erkennt Muster, Ereignisse oder Zustände.

4. Das Gerät leitet eine Funktion ab

Es zeigt eine Information an, verändert eine Einstellung oder sendet eine Benachrichtigung.

5. Neue Sensordaten überprüfen das Ergebnis

Das System kann sein Verhalten laufend anpassen.

Ein Kopfhörer kann beispielsweise erkennen, dass er aus dem Ohr genommen wurde. Die Musikwiedergabe wird automatisch pausiert. Wird der Kopfhörer wieder eingesetzt, startet die Wiedergabe erneut.

Wearables als besonders sensorreiche Gadgets

Wearables werden direkt am Körper getragen und können dadurch kontinuierlich Daten erfassen.

Dazu gehören:

  • Smartwatches,

  • Fitness-Armbänder,

  • smarte Ringe,

  • intelligente Brillen,

  • Sensorpflaster,

  • smarte Kleidung,

  • Sport- und Gesundheitsgeräte.

Sie messen je nach Produkt:

  • Schritte,

  • Bewegungen,

  • Herzfrequenz,

  • Hauttemperatur,

  • Sauerstoffsättigung,

  • Schlafverhalten,

  • Belastung,

  • Standort,

  • Umgebungsbedingungen.

AI-Modelle versuchen, aus diesen Signalen übergeordnete Zustände abzuleiten.

Beispiele sind:

  • Aktivität erkannt,

  • Schlafphase geschätzt,

  • Training automatisch gestartet,

  • ungewöhnlicher Pulsverlauf erkannt,

  • Erholung bewertet.

Solche Ergebnisse sind jedoch immer von Sensorqualität, Trageposition und Algorithmus abhängig.

Beschleunigungssensoren und Bewegungserkennung

Beschleunigungssensoren gehören zu den häufigsten Sensoren in mobilen Gadgets.

Sie messen Bewegungen entlang mehrerer Raumachsen.

Typische Anwendungen sind:

  • Schrittzählung,

  • Gestenerkennung,

  • Sturzerkennung,

  • Displayrotation,

  • Aktivitätserkennung,

  • Bildstabilisierung,

  • Spielesteuerung,

  • Schlafanalyse.

AI kann verschiedene Bewegungsmuster unterscheiden.

Ein System kann beispielsweise erkennen, ob eine Person:

  • geht,

  • läuft,

  • Rad fährt,

  • sitzt,

  • Treppen steigt,

  • trainiert.

Die Genauigkeit steigt, wenn zusätzlich Daten aus Drehraten-, Positions- oder Herzfrequenzsensoren berücksichtigt werden.

Drehratensensoren und Orientierung

Drehratensensoren, häufig Gyroskope genannt, messen Rotationsbewegungen.

Sie werden unter anderem eingesetzt in:

  • Smartphones,

  • Drohnen,

  • Virtual-Reality-Brillen,

  • Kameras,

  • Controllern,

  • Wearables.

Zusammen mit Beschleunigungssensoren helfen sie dabei, Lage und Bewegung eines Geräts zu bestimmen.

In einer VR-Brille sorgen diese Daten beispielsweise dafür, dass sich die dargestellte Szene passend zur Kopfbewegung verändert.

Optische Sensoren

Optische Sensoren nutzen Licht zur Messung oder Erkennung.

Sie kommen in vielen Gadgets zum Einsatz.

Herzfrequenzmessung

Smartwatches und Fitness-Tracker beleuchten die Haut mit kleinen LEDs.

Ein optischer Sensor misst Veränderungen des reflektierten Lichts, die mit dem Blutfluss zusammenhängen.

Aus diesem Signal wird die Herzfrequenz geschätzt.

Näherungserkennung

Kopfhörer oder Smartphones können erkennen, ob sich ein Objekt oder Körperteil in der Nähe befindet.

Helligkeitsmessung

Displays passen ihre Helligkeit automatisch an die Umgebung an.

Objekterkennung

Kamerasysteme erkennen Gesichter, Gegenstände, Tiere oder Szenen.

Mikrofone und akustische AI

Mikrofone sind nicht nur für Telefonate oder Sprachaufnahmen wichtig.

In Verbindung mit AI können sie Geräusche analysieren und klassifizieren.

Typische Anwendungen sind:

  • Sprachsteuerung,

  • Geräuschunterdrückung,

  • Übersetzung,

  • Erkennung von Alarmtönen,

  • Umgebungsanalyse,

  • automatische Lautstärkeanpassung,

  • Hörunterstützung.

Kabellose Kopfhörer verwenden beispielsweise mehrere Mikrofone, um Außengeräusche zu erfassen.

Ein Algorithmus erzeugt ein Gegensignal, das störenden Schall reduziert. Dieser Vorgang wird als aktive Geräuschunterdrückung bezeichnet.

AI kann zusätzlich Stimmen von Hintergrundgeräuschen unterscheiden und die Sprachverständlichkeit verbessern.

Kameras und AI-basierte Bildverarbeitung

Kameras gehören zu den leistungsfähigsten Sensoren in Consumer-Gadgets.

AI wird eingesetzt für:

  • automatische Motiverkennung,

  • Gesichts- und Augenerkennung,

  • Bildstabilisierung,

  • Hintergrundunschärfe,

  • Nachtaufnahmen,

  • Rauschreduzierung,

  • automatische Belichtung,

  • Objektverfolgung,

  • Texterkennung.

Viele Bildverbesserungen entstehen nicht allein durch die Kameraoptik, sondern durch rechnergestützte Bildverarbeitung.

Mehrere Bilder können kombiniert werden, um Details, Dynamikumfang oder Schärfe zu verbessern.

Smarte Kopfhörer

Moderne Kopfhörer verbinden zahlreiche Sensoren.

Dazu können gehören:

  • Mikrofone,

  • Beschleunigungssensoren,

  • Näherungssensoren,

  • Berührungssensoren,

  • optische Sensoren,

  • Temperatursensoren.

Mögliche AI-Funktionen sind:

  • adaptive Geräuschunterdrückung,

  • automatische Pausenerkennung,

  • Sprachverstärkung,

  • personalisierte Klangprofile,

  • Übersetzung,

  • Erkennung der Hörumgebung.

Ein Kopfhörer kann beispielsweise unterscheiden, ob sich der Nutzer in einem ruhigen Raum, in einem Zug oder auf einer belebten Straße befindet.

Daraufhin passt er Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus automatisch an.

Smarte Ringe

Smarte Ringe sind besonders kompakte Wearables.

Sie können je nach Modell messen:

  • Bewegung,

  • Puls,

  • Hauttemperatur,

  • Schlafdauer,

  • Aktivität,

  • Erholung.

Der Vorteil liegt in der unauffälligen Nutzung und dem kontinuierlichen Hautkontakt.

Die Herausforderung besteht darin, Sensorik, Batterie und Funktechnik auf sehr kleinem Raum unterzubringen.

AI wertet die Messungen über längere Zeiträume aus und erkennt individuelle Muster.

Tracking-Tags und Positionsbestimmung

Tracking-Tags helfen, Gegenstände zu finden.

Sie nutzen je nach System:

  • Bluetooth,

  • Ultrabreitband,

  • Bewegungssensoren,

  • Funknetzwerke,

  • Näherungsmessung.

Die Position wird nicht immer direkt per Satellit bestimmt. Häufig erkennt ein nahegelegenes Smartphone das Tag und übermittelt dessen Standort verschlüsselt an ein Netzwerk.

AI kann Bewegungsmuster oder typische Standorte analysieren und Warnungen auslösen, wenn ein Gegenstand zurückgelassen wird.

Smarte Kameras und Sicherheitsgadgets

Kompakte Kameras und Türsensoren werden für Überwachung und Benachrichtigungen eingesetzt.

AI-Funktionen können unterscheiden zwischen:

  • Personen,

  • Tieren,

  • Fahrzeugen,

  • Paketen,

  • allgemeinen Bewegungen.

Dadurch sollen unnötige Benachrichtigungen reduziert werden.

Eine einfache Bewegungserkennung würde bei jedem Schatten oder Ast reagieren. Ein AI-Modell kann den Bildinhalt genauer klassifizieren.

Solche Systeme sind jedoch besonders datenschutzrelevant, weil sie Bild- und Bewegungsdaten erfassen.

Gadgets für Gesundheit und Wellness

Viele Gadgets richten sich an Fitness, Wohlbefinden und Gesundheitsbeobachtung.

Dazu gehören:

  • Körperwaagen,

  • Schlafsensoren,

  • Blutdruckmessgeräte,

  • Haltungstrainer,

  • Entspannungsgeräte,

  • Atemtrainer,

  • smarte Thermometer.

Sensoren erfassen biologische oder körperbezogene Daten. AI versucht daraus Trends und Abweichungen abzuleiten.

Wichtig ist die Abgrenzung zwischen Wellnessfunktion und medizinischem Gerät.

Nicht jede Messung eines Consumer-Gadgets ist für Diagnose oder Behandlung geeignet. Nutzer sollten deshalb beachten, welchen Zweck und welche Zulassung ein Produkt tatsächlich besitzt.

Gadgets im Sport

Sportgadgets kombinieren Sensorik mit Bewegungsanalyse.

Sie werden eingesetzt für:

  • Lauftraining,

  • Radsport,

  • Schwimmen,

  • Golf,

  • Tennis,

  • Krafttraining,

  • Wintersport.

Sensoren erfassen Geschwindigkeit, Beschleunigung, Körperbewegung oder Position.

AI kann daraus ableiten:

  • Bewegungsabläufe,

  • Wiederholungen,

  • Technikfehler,

  • Belastungsprofile,

  • Trainingsfortschritt.

Ein intelligenter Sensor an einem Schläger oder Schuh kann beispielsweise Bewegungsmuster analysieren und Rückmeldungen zur Technik geben.

Gadgets im Haushalt

Auch kompakte Haushaltsgeräte nutzen Sensoren und AI.

Beispiele sind:

  • Saugroboter,

  • smarte Küchenwaagen,

  • Luftreiniger,

  • Bewässerungssysteme,

  • automatische Tierfütterungen,

  • intelligente Thermostate.

Ein Saugroboter nutzt Kameras, Abstandssensoren und Bewegungsdaten zur Navigation.

AI hilft dabei, Räume zu erkennen, Hindernisse zu unterscheiden und Reinigungsrouten zu planen.

Ein Luftreiniger misst Partikel oder Luftqualität und passt seine Leistung automatisch an.

Gadgets für Tiere

Sensorbasierte Geräte werden auch für Haustiere eingesetzt.

Dazu gehören:

  • Aktivitätstracker,

  • Futterautomaten,

  • Ortungssysteme,

  • Kameras,

  • intelligente Klappen.

Sie können Bewegung, Standort oder Fressverhalten erfassen.

AI kann ungewöhnliche Aktivitätsmuster erkennen oder Tiere anhand von Kameraaufnahmen unterscheiden.

Auch hier gelten Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen, besonders wenn Kameras oder Standortdaten verwendet werden.

Sensor Fusion in Gadgets

Viele Funktionen entstehen erst durch die Kombination mehrerer Sensoren.

Dieser Vorgang wird Sensor Fusion genannt.

Eine Smartwatch kann beispielsweise gleichzeitig nutzen:

  • Beschleunigungssensor,

  • Gyroskop,

  • Herzfrequenzsensor,

  • GPS,

  • Höhenmesser.

Aus der Kombination lässt sich eine Aktivität zuverlässiger erkennen als mit einem einzelnen Sensor.

Ein Gadget kann dadurch besser unterscheiden, ob sich ein Nutzer bewegt, trainiert, fährt oder nur das Gerät schüttelt.

Edge AI in Gadgets

Viele AI-Funktionen laufen direkt auf dem Gerät.

Diese lokale Verarbeitung wird häufig als Edge AI bezeichnet.

Vorteile sind:

  • schnelle Reaktion,

  • geringere Datenübertragung,

  • Nutzung ohne dauerhafte Internetverbindung,

  • bessere Kontrolle persönlicher Daten,

  • geringerer Cloud-Bedarf.

Ein Kopfhörer muss Geräusche innerhalb von Millisekunden verarbeiten. Eine Übertragung an einen entfernten Server wäre dafür zu langsam.

Auch Sprachbefehle, Bewegungsmuster und Bildfunktionen können teilweise lokal ausgewertet werden.

Cloud AI in Gadgets

Nicht alle Funktionen lassen sich vollständig auf einem kleinen Gerät ausführen.

Cloud-Systeme werden unter anderem genutzt für:

  • komplexe Sprachverarbeitung,

  • langfristige Datenauswertung,

  • Synchronisierung,

  • Modelltraining,

  • geräteübergreifende Dienste,

  • Softwareupdates.

Viele Gadgets arbeiten deshalb mit einer hybriden Architektur.

Zeitkritische Aufgaben laufen lokal. Rechenintensive oder langfristige Analysen werden in der Cloud ausgeführt.

Energieverbrauch als zentrale Herausforderung

Gadgets sind oft klein und batteriebetrieben.

Sensoren, Funkverbindungen und AI-Verarbeitung benötigen jedoch Energie.

Entwickler müssen deshalb abwägen zwischen:

  • Messhäufigkeit,

  • Genauigkeit,

  • Rechenleistung,

  • Datenübertragung,

  • Batterielaufzeit.

Ein Sensor kann beispielsweise nicht dauerhaft mit maximaler Rate messen.

Das Gerät aktiviert bestimmte Funktionen nur bei Bedarf oder nutzt stromsparende Vorstufen.

Ein Bewegungssensor kann zunächst erkennen, ob überhaupt Aktivität vorhanden ist. Erst danach werden weitere Sensoren und AI-Modelle eingeschaltet.

Datenschutz

Gadgets erfassen häufig sehr persönliche Daten.

Dazu gehören:

  • Standort,

  • Bewegung,

  • Stimme,

  • Bilder,

  • Schlafverhalten,

  • Gesundheitsdaten,

  • Nutzungsgewohnheiten.

Nutzer sollten wissen:

  • welche Daten erfasst werden,

  • ob sie lokal oder in der Cloud verarbeitet werden,

  • wie lange sie gespeichert werden,

  • mit welchen Diensten sie geteilt werden,

  • ob Daten gelöscht oder exportiert werden können.

Besonders sensibel sind Geräte mit Kameras, Mikrofonen oder Gesundheitsfunktionen.

Cybersecurity

Vernetzte Gadgets können Sicherheitsrisiken erzeugen.

Mögliche Schwachstellen sind:

  • unsichere Passwörter,

  • fehlende Updates,

  • unverschlüsselte Verbindungen,

  • schlecht geschützte Apps,

  • unsichere Cloud-Konten,

  • veraltete Bluetooth- oder WLAN-Schnittstellen.

Ein kompromittiertes Gadget kann persönliche Daten offenlegen oder Zugang zu weiteren Geräten im Netzwerk ermöglichen.

Regelmäßige Updates und sichere Konten sind deshalb wichtig.

Wie zuverlässig sind AI-Funktionen in Gadgets?

AI-basierte Ergebnisse sind nicht immer vollständig korrekt.

Fehler können entstehen durch:

  • schlechte Sensorposition,

  • Bewegung,

  • Umgebungsgeräusche,

  • Hautkontakt,

  • Lichtverhältnisse,

  • fehlende Trainingsdaten,

  • ungewöhnliche Nutzungssituationen.

Ein Fitness-Tracker kann beispielsweise Schritte falsch zählen. Eine Kamera kann ein Objekt falsch klassifizieren. Ein Sprachsystem kann einen Befehl missverstehen.

AI-Funktionen sollten deshalb als Schätzungen oder Assistenz verstanden werden, sofern das Gerät nicht ausdrücklich für eine sicherheitskritische oder medizinische Anwendung ausgelegt ist.

Welche Vorteile bieten intelligente Gadgets?

Mehr Komfort

Geräte reagieren automatisch auf Nutzung und Umgebung.

Personalisierung

Funktionen können sich an individuelle Gewohnheiten anpassen.

Bessere Informationen

Sensoren machen Bewegung, Energieverbrauch oder Umweltbedingungen sichtbar.

Frühzeitige Hinweise

Ungewöhnliche Muster können schneller erkannt werden.

Automatisierung

Wiederkehrende Handlungen lassen sich vereinfachen.

Neue Bedienformen

Sprache, Gesten und Bewegung ergänzen klassische Tasten und Displays.

Welche Herausforderungen gibt es?

Begrenzte Batterielaufzeit

Viele Funktionen benötigen dauerhaft Energie.

Messgenauigkeit

Kompakte Sensoren liefern nicht unter allen Bedingungen zuverlässige Daten.

Datenschutz

Persönliche Informationen können umfangreich erfasst und ausgewertet werden.

Abhängigkeit von Apps und Cloud-Diensten

Ein Gadget kann Funktionen verlieren, wenn ein Anbieter Dienste einstellt.

Kurze Produktlebenszyklen

Manche Geräte erhalten nur wenige Jahre Softwareunterstützung.

Fehlinterpretationen

AI kann Muster erkennen, aber auch falsche Schlussfolgerungen ziehen.

Kompatibilität

Gadgets verschiedener Hersteller arbeiten nicht immer gut zusammen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wichtige Fragen sind:

  • Welche Sensoren werden verwendet?

  • Welche Funktionen laufen lokal?

  • Welche Daten werden in die Cloud übertragen?

  • Wie lange erhält das Gerät Updates?

  • Ist ein Konto erforderlich?

  • Funktioniert das Gadget auch ohne Internet?

  • Können Daten gelöscht oder exportiert werden?

  • Ist die Funktion medizinisch geprüft oder nur für Wellness gedacht?

  • Wie lange hält der Akku?

  • Gibt es offene Schnittstellen oder Exportmöglichkeiten?

Ein Gadget sollte nicht nur nach Funktionsumfang ausgewählt werden. Datenschutz, Wartbarkeit und langfristige Nutzbarkeit sind ebenso wichtig.

Gadgets als Teil von Physical AI

Gadgets sind meist kleiner und weniger autonom als Roboter oder industrielle Systeme.

Trotzdem folgen viele dem Grundprinzip von Physical AI:

  1. Sensoren erfassen die reale Welt.

  2. Software oder AI interpretiert die Daten.

  3. Das Gerät reagiert physisch oder digital.

Ein Kopfhörer passt Geräuschunterdrückung an. Eine Uhr warnt vor ungewöhnlichen Mustern. Ein Saugroboter verändert seine Route. Eine Kamera optimiert ein Bild.

Gadgets bringen AI damit direkt in alltägliche Gegenstände.

Fazit

Moderne Gadgets verbinden Sensorik, Datenverarbeitung und künstliche Intelligenz in kompakten Geräten.

Sensoren erfassen Bewegung, Schall, Licht, Position, Umgebung oder Körperdaten. AI wandelt diese Messwerte in Funktionen, Empfehlungen und automatische Reaktionen um.

Dadurch werden Gadgets persönlicher, situationsabhängiger und vielseitiger.

Der Nutzen hängt jedoch nicht allein von möglichst vielen Sensoren oder AI-Funktionen ab. Entscheidend sind Messqualität, Energieeffizienz, Datenschutz, Softwarepflege und eine realistische Bewertung der Ergebnisse.

Intelligente Gadgets zeigen besonders anschaulich, wie Sensorik und AI aus klassischen Elektronikprodukten lernende und kontextabhängige Systeme machen.

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